#121: Frauen im Judentum – wieviel Macht, wieviel Ohnmacht?
Shownotes
In dieser Folge tauchen wir tief ein in die Rolle von Frauen in unseren Religionen. Warum bleibt weibliche Autorität in heiligen Texten oft unsichtbar. Warum gibt es zum Beispiel kein Buch über die Prophetin Miriam?
Erst einmal blicken wir auf die Frauen im Judentum. In welchen Bereichen hatten und haben sie Autorität in der jüdischen Gemeinschaft? Wo hatten sie keinen Einfluss und warum? Zum Glück ist Leni, aka Helene Braun, Expertin auf dem Gebet, denn sie schreibt gerade ihre Masterarbeit zu genau diesem Thema.
Gemeinsam diskutieren wir, wie Tradition, Religionsgesetz und gesellschaftlicher Wandel das Bild von Frauen prägen, aber auch wie wir heute neuen Spielraum für weibliche Führung schaffen können. Wie haben sich die Bedingungen geändert seit der Ordination der ersten Rabbinerin Regina Jonas im Vergleich zu den Herausforderungen moderner Frauenordination.
Hört rein und entdeckt, wie Frauen in unseren Religionen Geschichte geschrieben haben – und noch immer schreiben.
Termin-Tipp: Wir gehen wieder live – und zwar am 29. September um 18 Uhr im Centrum Judaicum in Berlin. Das wird noch einmal eine Aufnahme zusammen mit Rebecca sein. Der Abend ist in Kooperation mit der Muslimischen Kulturwoche, Hillel e.v. und dem Centrum Judaicum entstanden. Wir freuen euch, wenn ihr vorbeischaut. Bitte anmelden unter: 331podcast@house-of-one.org
Wenn ihr mehr von uns und unserer Arbeit rund um den Podcast erfahren wollt, besucht uns gern auf unserem Insta-Profil: @331_podcast
❤️ Schreibt uns, liked uns, empfehlt uns gerne weiter. ❤️
Fragen und Kommentare könnt ihr auch direkt an unsere Mail schicken 📧 331podcast@house-of-one.org oder an unser Instagram @331_podcast . Wir freuen uns auf Post von euch und folgt uns gerne!
Der Podcast wird gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Vielen Dank für die Unterstützung!!!
Gefilmt und aufgenommen wird unser Podcast von Sascha Lazarewski und dem Videostudio Berlin: videostudioberlin.com.
Transkript anzeigen
00:00:00: Schalom, Frieden und Salam.
00:00:01: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge dreidreieins Drei Frauen, drei Religionen und ein Thema!
00:00:13: Heute sitze ich hier wie immer mit euren schon bekannten Gesichtern Kybra und Maike Und ich bin neu dabei.
00:00:20: falls ihr das verpasst habt schaut einfach nochmal in die letzte Folge hinein denn da wurde von den beiden interviewt.
00:00:26: Podcasts und Videokast sogar mit einem neuen Cover.
00:00:29: habt ihr es schon gesehen?
00:00:32: Das war gar nicht so ein einfacher Weg dahin für das perfekte Podcastfoto.
00:00:37: Ich finde es
00:00:38: richtig cool geworden, ich habe
00:00:40: euch
00:00:40: heute ein Thema mitgebracht und das ist meine Masterarbeit!
00:00:46: Wir sind gespannt!
00:00:47: Und zwar geht es da um Frauen oder spezifischer gesagt habe ich versucht zu analysieren Wo Frauen in der Bibel, in der Gegenwart in der Vergangenheit über alles ist ein riesen Komplex.
00:01:00: Halachische Autorität besitzen?
00:01:03: Halachischer Autoritäts ist von dem Wort Hallacher, Religionsgesetz.
00:01:06: also wo haben sie wirklich Autoritäten?
00:01:09: wie wurde die niedergeschrieben?
00:01:10: und so weiter und darüber würde ich heute gerne mit euch sprechen.
00:01:14: aber vorher kommen wir zur neuen Kategorie.
00:01:17: Michael was hast du uns mitgebracht?
00:01:20: Snack!
00:01:21: Der Woche.
00:01:23: Vielen Dank!
00:01:25: Das ist der Snack der Woche heute.
00:01:29: Ihr seht es, ihr sehtes Kübra?
00:01:31: Was ist hier zu sehen?
00:01:32: Bauen Brot!
00:01:35: Natürlich ist das der allererste Snack den ich mitbringe an richtig großes Brot.
00:01:40: langzunehmt euch eine Scheibe wenn ihr möchtet beißt ab warum ich das mitgebracht habe.
00:01:47: Ihr habt nicht gefragt, weil ich erzähle es euch trotzdem.
00:01:50: Das Brot spielt im Christenentum eine richtig wichtige große Rolle.
00:01:54: man könnte auch sagen das Christianentum ist eine Religion des Brotes.
00:01:58: Man könnte sogar sagen wir haben einen Gott des Brots.
00:02:02: in der Bibel findet sich sogar ein Pferd da wird Gott als Bäckerin beschrieben.
00:02:07: das Brot kommt beim letzten Abend mal vor.
00:02:10: Es kommt Vater Unser vor.
00:02:11: unser tägliches Brot gibt uns heute.
00:02:14: Du hast über Autorität und Frauen gesprochen.
00:02:17: Frauen hatten auf jeden Fall im Haus eine Autorität und auch beim Brotbacken eine Autorität, und auch heute noch möchte ich meinen.
00:02:26: Und es geht vor allem... also Bethlehem heißt ja auch übrigens Haus des Brotes.
00:02:33: Das heißt das Brot kommt in ganz, ganz vielen Kontexten und Aspekten im Christinnen-Tumfor bis heute.
00:02:38: Es ist immer vor allem das Element an dem dann Menschen zusammenkommen, dass Brot brechen und es teilen.
00:02:45: Und das kommt auch im Judentum vor!
00:02:49: Genau, aber dazu vielleicht an
00:02:50: anderer Stelle?
00:02:53: Nein!
00:02:55: Ich habe schon
00:02:55: mal drei Scheiben abgeschnitten... und Kübra du hast Baklava in der ersten Neun Episode mitgebracht und hast gesagt, Wackler war wird auch häufig zur Einweihung mitgebracht.
00:03:07: Und genauso ist es auch mit dem Brot.
00:03:10: Das Brot das ist eine Tradition in Deutschland und vielleicht auch darüber hinaus da.
00:03:14: ich kenne mich nicht aus ob es auch an anderen Ländern so praktiziert wird aber zumindest wird hier in Deutschland ein Brot und auch Salz geschenkt wenn Menschen in ne neue Wohnung gezogen sind und man dann zum ersten Mal die neue Wohnung oder das neue Haus betritt.
00:03:27: also noch einmal herzlich willkommen Leni Mein Einweihungsgeschenk.
00:03:32: Ein
00:03:32: Brot!
00:03:33: Dankeschön und ich finde, Deutschland ist das Land
00:03:37: von Brot.
00:03:38: Also Vollkorn, Meerkorn... Ich kenne die ganzen Namen nicht.
00:03:41: Ich habe vorhin Bauernbrot gesagt aber weil das die Assoziation war.
00:03:45: Ich weiß nicht ob das die richtige Zeichnung war an alle Bäckerinnen und Bäcker- und Brotkennerinnen und Kenner.
00:03:50: Sorry falsches, wenn ich einen falschen Begriff benutzt hab.
00:03:54: Aber es schmeckt lecker.
00:03:55: Es ist ein bisschen egal was für den Brot es ist.
00:03:57: Das geht tatsächlich um das Brot.
00:03:59: Aber das, was wir hier essen, so ein richtiges Hausbrot ist kein biblisches Brot.
00:04:04: Das ist eher Flanenbrot und gesäuerte Brote.
00:04:07: aber da können wir eine eigene Folge machen.
00:04:09: Also schnappt euch jetzt auch ne Stulle bei Strein macht euch ready für unsere Folge zum Thema Frauen.
00:04:16: Zum Thema Brot?
00:04:17: Zum
00:04:17: Thema brot!
00:04:18: Und Frauen...
00:04:20: Also vorne weg muss ich sagen.
00:04:22: meine Masterarbeit ist auch wenn die Folge rauskommt Ganz knapp vor der Abgabe, also vor der Deadline.
00:04:28: Ich bin mit meinem Gehirn sowieso nur da und gleichzeitig hab ich das Gefühl ... Ich weiß gar nicht mehr, worüber ich geschrieben habe oder mit dir Bescheid jetzt.
00:04:36: Aber steigen wir mal am Anfang an.
00:04:38: Also Frauen im Judentum.
00:04:40: als ich mir das überlegt habe, sind mir natürlich erst mal ganz viele eingefallen so wie wahrscheinlich in euren Köpfen auch ganz viele Namen kommen werden.
00:04:49: Ich sag mal sehr bekannt im Juden-Tum sind ja Erzmütter und Erzväter zusammen die Ärzteltern, die kommen auch in unseren Gebeten drinnen vor.
00:04:58: Sarah, Rebecca, Rachel und Lea, die habt ihr bestimmt schon mal gehört.
00:05:02: Bei denen habe ich mir dann entschieden dass sich die nicht behandeln sondern tiefer in die Frage einsteige eben Frauen die die Autorität hatten und wie sich so die Geschichte geformt hat und das ich mich auf andere konzentriere.
00:05:17: Wir werden jetzt nicht über alle so tief sprechen können, weil es auch dann viel zu kompliziert wird.
00:05:21: Ich möchte euch ein paar Sachen dazu fragen.
00:05:23: Aber ich sag mal ... Ich hab zum Beispiel Miriam genommen, die praktischerweise in unseren drei Religionen vorkommt.
00:05:31: Weil sie doch eine präsente Rolle hat?
00:05:34: Weil sie eine Prophetin ist?
00:05:36: Weil Sie tatsächlich die Person ist bei der dieses Verb im Hybräischen von Propheti ... als erstes vorkommt.
00:05:43: Das heißt, wir sprechen in der Tora von einer Prophetin, bevor wir von Propheten sprechen und das ist ja schon mal ein richtig spannender Fakt.
00:05:51: Und dann was ich eigentlich hauptsächlich gemacht habe... Ich habe versucht herauszufinden warum gibt es denn zum Beispiel kein Buch über Miriam?
00:05:59: Wir haben Prophetenbücher im Tanach, in dem ganzen Tora Propheten und Schriften.
00:06:06: gibt es Propheten-Bücher!
00:06:07: Es gibt diese ganzen Jona.
00:06:11: Ich sehe hier was auch immer, ganz viele Männer.
00:06:15: Aber es gibt kein Buch.
00:06:17: Profetin Miriam.
00:06:18: Wie kann das eigentlich sein?
00:06:19: Wer hat diese Bücher geschrieben und wer hat es so weiter vorangetrieben also innerhalb des Jugendums?
00:06:25: wie ist dazu gekommen?
00:06:26: Habt ihr eine grundsätzliche Idee was ich so verzapft habe?
00:06:30: Ich
00:06:30: bringe euch mal großen Aufgabe.
00:06:32: Hier Recherche!
00:06:35: Aber sehr spannend!
00:06:36: Auch nur ins Niedpik.
00:06:37: Also einen kurzen Einblick
00:06:38: bekommen
00:06:39: und jetzt keine drei Stunden... Nee,
00:06:41: überhaupt nicht.
00:06:41: Aber ich hab euch abgeholt.
00:06:44: Ja total!
00:06:45: Ich bin auch gespannt.
00:06:47: Und ich
00:06:47: ahne auch warum das so wichtig ist dass du darüber schreibst.
00:06:50: aber ich könnte mir vorstellen dass einige die jetzt zuhören oder uns zusehen sich fragen warum ist das denn überhaupt ein relevantes Thema?
00:06:57: Ich kann mir deine Antwort schon denken, aber vielleicht kannst du das noch mal sagen.
00:07:01: Warum ist es so wichtig sich genau darauf zu konzentrieren und warum kommst Du auf diese Frage?
00:07:06: Warum gibt's denn kein Buch über Propheten Miri?
00:07:10: Also... Ich bin in meiner These auch nicht so richtig zu einer klaren Antwort in ganz vielen Fragen, die ich stelle gekommen.
00:07:18: Weil es eben einfach nicht so einfach ist und weil es viele Dinge gibt, die einfach so lange her sind, dass das sehr schwierig ist, sie so greifbar zu machen.
00:07:26: Aber es steht mehr zum Beispiel frei ein Buch über Miriam zu schreiben.
00:07:30: Also ich könnte ja alles zusammen sammeln oder sagen, das mache ich jetzt mal.
00:07:34: Das würde wahrscheinlich nicht in die Kanonisierung aufgenommen werden und anerkannt werden aber wir hätten es dann ... Warum ist es wichtig?
00:07:43: Ich hab dann so ein bisschen hingearbeitet auf Frauenordination.
00:07:46: Weil's ja darum geht, wo haben Frauen auch heute in der Gegenwart Autorität?
00:07:51: und abgesehen davon ob jetzt eine Frau Rabbinerin wird oder nicht ... In der Vielfalt des Judentums, wo das gar nicht über eine Rolle spielt und gar nicht überall gewünscht ist, soll es ja auch darum gehen, abseits vom Rabinate irgendwie Autoritätsrollen.
00:08:05: Also, wo kann ne Frau... Autorität in einer Gemeinschaft, in der Gemeinde ausüben eine Rolle übernehmen.
00:08:14: Und wo kann sie es nicht?
00:08:15: und warum kann sie's nicht?
00:08:16: Und da wir in dieser Frage einfach noch gar nicht so weit sind wie wir es sein könnten also ganz individuell je nachdem wie religiös man lebt wie praktizierend man lebe einfach auf der Ebene wo ich mich befinde und wo ihr euch befindet.
00:08:31: die Leute die ihr kennt können die die Rolle haben die Sie gerne hätten So, und was muss passieren damit wir da hinkommen?
00:08:38: Und das habe ich dann alles so ein bisschen versucht zu verbinden.
00:08:41: Das ist eigentlich auch die Antwort auf die Frage.
00:08:43: Also zieht sich das wie so einen roter Faden.
00:08:46: durch die Entstehung des Judentums, wie die Geschichten und die Texte entwickelt und geschrieben und weitergegeben wurden... Gab es tatsächlich weniger Frauen?
00:08:58: Davon gehe ich überhaupt nicht aus.
00:08:59: Ich gehe davon aus, dass es viele Frauen gab.
00:09:01: Viele Frauen, die hinter oder neben Männern standen.
00:09:03: Viele, die geforscht und gelernt haben.
00:09:06: Das wurde dann nicht gleich niedergeschrieben wie bei den Männern.
00:09:10: Aber was hat das gegeben?
00:09:11: Wir kommen da aber nicht so gut dran.
00:09:13: Haben die Leute, die das nieder geschrieben haben, das bewusst nicht niedergeschrieben... Also da stellen sich wieder tausend andere Fragen!
00:09:20: Was können wir jetzt heute machen?
00:09:21: Wie können wir dafür sorgen ... dass, ob jetzt in einer Liberalen oder Autodoksen- oder konservativen Gemeinde eine Frau, die sagt ich würde gerne das und das machen auch die Möglichkeit hat innerhalb des Religionsgesetzes.
00:09:33: So es gibt Wege!
00:09:34: Und das versuche ich auch in meiner Arbeit zu zeigen.
00:09:36: Kannst du das nochmal konkreter machen?
00:09:38: Dass Menschen nochmal ein konkretes Beispiel hören wenn du sagst Frauen überlegen ist.
00:09:45: ich möchte gerne das was sie vielleicht nicht machen könnten.
00:09:49: Was könnte das sein?
00:09:50: Genau.
00:09:50: Also zum Beispiel unterrichten, also lehren und lernen ist eine heiß diskutierte Debatte wie jetzt nicht in der Tora sondern im Talmut, wir haben ja den Talmut wo eben viel diskutiert wird einzelner Punkte warum wird was wie entschieden und womit hat es zu tun?
00:10:07: und es wird auch da nicht immer eine Lösung gefunden.
00:10:10: Ist das einfach im Judenschuh?
00:10:12: Also dass es nicht immer ne Lösung gibt.
00:10:15: aber Es gibt eben verschiedene Interpretationen, die eben sagen es ist einfach nicht die Aufgabe der Frau zu lernen und zu unterrichten.
00:10:23: Aber nur weil etwas nicht die Aufgabe ist können wir daraus kein Verbot entwickeln.
00:10:27: so immer ganz generell.
00:10:29: Dann gibt das natürlich wieder verschiedene Interportationen.
00:10:31: was aber damit gemeint mit diesem einen Fers?
00:10:33: Der Mann soll seine Söhne unterrichten tut ihren Teil dazu bei, dass sie halt drum herum so viel erledigt.
00:10:41: Dass der Mann auch die Zeit dafür hat den Sohn zu unterrichten.
00:10:44: und wenn aber eine Frau sagt ich möchte, aber gerne meine Töchter unterrichten oder ich möchte meinen Sohn unterrichten?
00:10:50: Oder ich möchte selber lernen und lesen dann sollte dieser Weg gefunden werden.
00:10:55: Und wie immer gibt es keine pauschale Antwort habe ich jetzt auch schon ein paar mal gesagt Aber Es wird niemals sein das innerhalb des Studentums gesagt werden würde.
00:11:04: So, wir haben jetzt die Antwort gefunden und deswegen könnt ihr das und das machen.
00:11:08: Sondern es wird immer so sein dass alle sich individuell damit auseinandersetzen müssen.
00:11:12: was steht dann?
00:11:12: Was bedeutet das für mich?
00:11:14: aber dafür muss das erstmal auch alles gesammelt und niedergeschrieben werden um den Spielraum zu
00:11:20: finden.
00:11:22: wichtigen Ansatz, den ich irgendwie gerne mehr in die christliche Community tragen würde.
00:11:28: Weil da heißt es ja immer wir haben den einzigen richtigen Weg und das ist der einzige Antwort auf diese Frage.
00:11:34: Und dann stehen sich die unterschiedlichen Konfessionen so gegenüber und lassen gar keine Diskussion mehr zu.
00:11:40: und du berichtest ja gerade von einer richtigen Diskussions- und ich sag mal Streitkultur wo gerungen wird aber auch die Position des anderen der anderen gelassen wird
00:11:51: Absolut, absolut.
00:11:52: Ich bin mir das bewusst ... viel Menschen gar nicht gefällt, was ich mache und was mein Ansatz ist.
00:11:57: Aber darum geht es mir ja nicht, sondern es geht mir darum für die Menschen, die in ihrer Identität noch einen Weg zu gehen haben oder nach einer Antwort suchen den einfach den Weg mitzubereiten und die Quellen heranzuziehen.
00:12:08: und dafür muss ich mich damit auseinandersetzen um ihnen das fortzulegen, damit sie ihre Lösung finden.
00:12:14: Und es ist nur ein Angebot und keine Antwort.
00:12:17: Ich glaube wir suchen alle irgendwie auch in unseren Religionen Heiligen Stiften Traditionen Präsidenz fällen?
00:12:27: Das macht man ja auch in rechtlichen Sachen jetzt, wenn es gar nicht um Releon geht.
00:12:31: Dann schaut man okay gab's diesen Fall schon mal wie hat man da gehandelt?
00:12:35: und so sehe ich eigentlich diese Arbeit die wir mit deiner Masterarbeit gemacht haben.
00:12:41: oder machst eben dass man das schaut.
00:12:44: Es wurde viel aufgeschrieben aber es gibt auch sehr vieles was noch nicht aufgeschieben worden ist in Randnotizen gelandet ist.
00:12:53: Und das ist halt eben dann die Geschichte oder der Teil, den man so ein bisschen unter dem Licht nehmen möchte.
00:13:01: Absolut okay!
00:13:03: Kommen wir zu deinem Thema?
00:13:05: Das war ja eine wunderbare Einführung.
00:13:09: Ein großer Aspekt in meiner Arbeit ist natürlich auch dass wir von einer Zeit sprechen, die einfach sehr lange her ist.
00:13:15: Wenn wir uns mit den biblischen Geschichten beschäftigen, wenn wir historisch zurückblicken, dann blicken wir immer auf tausende Jahre zurück.
00:13:23: Und ganz wichtig im Judentum betone ich das immer wieder aber ich denke ihr könnt es auch für eure Religion immer wieder betonen man muss Geschichten im Kontext ihrer Zeit fassen und wenn dann argumentiert wird irgendwie die Ehe oder was passiert da mit der Frau?
00:13:38: Oder warum gibt's diese ganzen Regeln?
00:13:39: Dann müssen wir uns immer angucken Warum wurde das so geschrieben zu dieser Zeit?
00:13:45: Was waren die Voraussetzungen, was war gegeben und nicht gegeben.
00:13:49: Wie gefährlich war es auch?
00:13:52: Und Gefahr ist glaube ich ein ganz zentrales Schlüsselwort weil eine Frau.
00:13:59: also viele Regeln und wir versuchen in diese Zeit reinzubecken wurden eben zum Schutz aufgestellt.
00:14:05: Das müssen wir einfach so annehmen.
00:14:07: Weil wir kommen in der Debatte nicht weiter.
00:14:08: wenn Was sind das für patriarchale Strukturen, die da vor tausenden Jahren waren?
00:14:13: Da setzen wir einfach falsch an.
00:14:15: Wir können von heute auf heute oder auf die letzten zwanzig Jahre oder von mir aus hundert blicken aber wir müssen diese Brille irgendwie ablegen und dann eine andere aufsetzen werden wir in die Vergangenheit reisen Und dann ist das Judentum eigentlich eine wunderbare Vorbildfunktion.
00:14:30: oder dieses Volk, von dem wir widersprechen Das Volk Israel was das biblische Volk israelis nicht so verwechsel mit dem Staat Israel dass Regeln aufgestellt hat, um Frauen und die Community, um die Gemeinschaft zu schützen vor anderen Völkern.
00:14:47: Und weil ja im Religion Monotheismus ein Gott auch vor anderen Göttern zum Beispiel.
00:14:51: Also wurden ganz viele Regeln ausgestellt, um zu schauen wie halten wir irgendwie unsere Leute beisammen?
00:14:56: Wie schauen wir das den Frauen nichts passiert?
00:14:59: Dann wurde einen Ehevertrag... erfunden.
00:15:01: Und das ist wahnsinnig spannend, weil wir benutzen heute immer noch diesen traditionellen Ehevertrag den es vor tausenden Jahren gab und es ist das älteste Dokument was wir haben.
00:15:11: Was unsere Kultur unser Volk, unser Judentum...was Tausend Dinge nachweist in Museen zu finden usw.
00:15:17: Wir haben immer noch denselben Text.
00:15:18: Manche Menschen machen einen anderen Text aber das ist jetzt nicht das Thema Aber wir haben immer nur diesen Text und deswegen halten dann auch so viele daran fest.
00:15:27: Auch da dann die Kritik, ja aber was steht denn da drin?
00:15:29: Ja wir sprechen hier von Tradition.
00:15:32: Von der Tradition das dafür gesorgt wurde genau aufzuschreiben Was bringt die Frau mit in die Ehe rein und für was muss der Mann machen wenn diese Ehe scheitert?
00:15:41: Was passiert wenn der Mann stirbt?
00:15:43: und es ist alles ganz genau festgeschrieben.
00:15:45: Und wenn wir das in dieser damaligen Zeit versuchen wollen zu verstehen Dann finde ich das ehrlich gesagt ziemlich beeindruckend weil Es waren einfach Leute die haben sich um ihre leute gekümmert
00:15:56: So.
00:15:59: Und vertraglich abgeschlossen und festgeschrieben?
00:16:01: Ganz
00:16:01: kurz eine Frage.
00:16:02: oder ich dachte vorhin beim Hören, du hast jetzt öfters die Bibel erwähnt und vielleicht haben wir Zuhörerinnen und Zuhärer, die sich denken, jetzt referiert eine jüdische Person aber spricht immer über die Bibeln.
00:16:15: Kannst du vielleicht da kurz
00:16:16: sagen?
00:16:17: Sehr gut aufgepasst!
00:16:19: Genau also wir sprechen jüdischer Quellen vom Tanach.
00:16:24: das ist Wie sagt man das?
00:16:26: Ich weiß es auf Deutsch immer nicht, ein Akronym.
00:16:30: Das T-A steht für Thora, also das T steht for Thora.
00:16:34: Das N steht für Neviim, das sind die Prophetentexte und das... oder steht für Catovim ist sehr kompliziert das so zu erklären.
00:16:45: Schreibt mir, ich schick euch ein Foto und schreib's euch auf wie das zusammengesetzt ist.
00:16:49: Und wir sagen immer Tanach und meinen eben die Tora wo wir auch sagen können Die Bibel oder das erste Testament, die hybräische Bibel... Es gibt viele Namen, ich weiß nicht ob ihr noch andere kennt, die Prophetentexte und eben die Schriften.
00:17:04: Um darüber hinaus zu erklären was es noch alles für Text im Junentum gibt braucht man glaube ich mehrere Podcastfolge.
00:17:10: ehrlich gesagt da gibt es sehr viel.
00:17:12: aber ja genau die Bibel die aber im Christentum auch genutzt wird.
00:17:18: Genau, wenn ich von Bibel spreche dann meine ich auch das zweite Testament dazu und das eine oder andere Buch ist noch hinzugekommen je nach Übersetzung.
00:17:29: also in der Einheitsübersetzung gibt es da noch die Apokrypen.
00:17:33: das sind dann noch weitere Bücher die in der Luther-Übersetzung zum Beispiel nicht vorkommen oder einen anderen Übersetzungen nicht vorkommen.
00:17:41: Und je nach Übersetzung, es ist alles so wahnsinnig kompliziert gibt's auch eine andere Zählung in der Aufreiung der Bücher.
00:17:47: also ich finde das unglaublich wichtig und macht richtig Spaß sich da mal rein zu fuchsen und sich das anzuschauen.
00:17:52: wenn ihr mehrere Bibeln zum Beispiel zu Hause habt könnt ihr das schön miteinander vergleichen aber es ist glaube ich einfach wichtig zu merken dass Torah Der begriff sich erst mal auf die fünf Büchermose in Anführungsstrichen beschränkt und dann eben weitere Schriften dazukommt.
00:18:10: Das heißt, wenn du Bibel sagst, meinst du meistens den Tarnach?
00:18:15: Ja,
00:18:16: meistens die Thora.
00:18:18: Die fünf Büchermose...
00:18:20: Was gibt mehr als die Thorah bei vielen Denken?
00:18:26: Alleine ist der Heilige Texte heiligen Schrifte im Judenturm.
00:18:28: was gibt ja viel, viel mehr wie du gerade schon gesagt
00:18:30: hast.
00:18:31: Ich wollte dich gar nicht unterbrechen haben, genau.
00:18:33: Nein, voll gut!
00:18:34: Nein das ist voll wichtig.
00:18:35: und auch immer fragen, was unklar ist diese ganzen Begriffe mit denen wir um uns werfen Wir sind ja auch Theologen und die sind auch manchmal ein bisschen cool
00:18:44: Und es ist sehr spannend dass wir eben dieselben Begriff benutzen aber mit unterschiedlicher Ladung also mit unterschiedlichen Verständnis.
00:18:50: deswegen ist es manchmal auch wenn man merkt jetzt vielleicht selber gar nicht gehen vom selben heraus aber genau deswegen Fragen.
00:19:00: Aber jetzt sind wir wieder bei Ihnen.
00:19:01: Genau, ich wollte dann euch nämlich fragen, hinsichtlich dieser anderen Zeit von der wir sprechen also ich wollte dich fragen wie du die Rolle von Frauen siehst oder einschätzt ob du dich da so reinfühlen kannst zurzeit von Jesus?
00:19:18: Ja, da schaue ich jetzt nur auf das zweite Test der Mensch Das ist erste jetzt einmal aus christliche Perspektive raus.
00:19:24: Wenn ich jetzt auf das zweites Test der Menschen schaure Dann kommen Frauen vor und Geschichten um und über Frauen, aber sehr viel weniger als Geschichten von und mit Männern.
00:19:35: Also die gleiche Thematik, die du gerade schon angesprochen hast dir auch da ist.
00:19:39: Wir erst einmal festzuhalten dass Jesus als alleinstehender Mann unglaublich viel Kontakt zu Frauen hatte was zu der Zeit eher unüblich war, das er mit Frauen gesprochen hat, dass er ihn zugehört hat, ihm geholfen hat sich von ihnen berührend lassen Und ja, genau.
00:20:00: Also sie gesehen hat, angesehen hat, wahrgenommen hat und für sich da war.
00:20:04: Das ist schon sehr ungewöhnlich.
00:20:05: und wir erfahren über Frauen etwas Über ihren Stand innerhalb einer Familie einem Haus in Anführungsstrichen Ehefrau Tochter Schwester.
00:20:17: Wir erfahren etwas über Wie du schon auch das Recht angesprochen hast, etwas über die rechtliche Stellung der Frau.
00:20:25: Dazu gehört zum Beispiel Witwe oder Sklaven, Ehefrau.
00:20:30: Wir erfahren noch etwas über Berufe, über eine Zeltmacherin
00:20:35: z.B.,
00:20:38: wir erfahren auch dass Frauen zurzeit Jesu Ehrenämter oder Ämter ausgeführt haben und zwar auch eines innerhalb, wichtige Ämtern innerhalb einer Gemeinde zum Beispiel die Apostel in Junior mit einem ganz hohen Amt, hohen Aufgabe.
00:20:58: Das erfahren wir und häufig erfahren dann eben nur in einem Satz begleitet, in einer anderen Geschichte oder ganz anderen Missionen anfangen zu strichen.
00:21:08: Aber wir erfahren auch, dass Frauen zu den wichtigsten Momenten Jesu an seiner Seite gewesen sind.
00:21:16: Also Geburt – obviously Schwangerschaft!
00:21:23: Dann aber auch bei der Kreuzigung, dann aber auch beider Auferstehung.
00:21:28: Wann frauen die ersten Zeugenden?
00:21:30: Also immer an diesen Momenten können wir schon feststellen spielen Frauen eine wichtige Rolle.
00:21:36: Man muss da noch viel detaillierter natürlich hineingehen Aber so würde ich das erst mal grob umschrieben sagen.
00:21:42: und später kommen dann in den Paulusbrief natürlich auch diese streitbaren Anführungsstrichen Zitate Die Frau Schweige in der Gemeinde halte sich zurück auch wiederum ebenfalls in Paulus Briefen, zum Beispiel im Gallata-Brief das Weder Mann noch Frau.
00:21:59: Also da wird es wieder aufgebrochen.
00:22:01: man muss dann auch so ein bisschen gucken wie man das einbettelt wer was wann gesagt hat und vor allem Aspekte, wie jetzt diese Fersen dann übersetzt worden sind und im Nachhinein noch mal korrigiert worden sind.
00:22:13: Und das ist eigentlich ein... Das habe ich glaube schon einmal in unserer Folge gesagt, dass aus der Apostelium Junius gemacht wurde und wir heute aus der Forschung wissen, dass es gar kein Männername gewesen ist, Junius.
00:22:25: Also da gab's aber hinterher, wurde dann so'n paar Rätchen gedreht um die Texte ...um Frauen aus den Texten zu streichen.
00:22:33: Ja, deswegen sind solche Arbeiten wie deine unfassbar wichtig.
00:22:36: Weil genau damit so was weitergetragen wird auch solche Erkenntnisse.
00:22:40: Es ist ja auch immer die Frage, in wessen Interesse wurde denn so gehandelt?
00:22:44: Also damals eben das Geschlicht...
00:22:46: Aber Frauen haben genauso Erfahrungen mit Gott gemacht Wie Männer, wie Menschen zu der Zeit haben genauso eine Tradition entwickelt.
00:22:57: Spiritualität und Ritual.
00:22:59: Nur das wurde weitergetragen, weitergegeben aber weniger festgeschrieben.
00:23:09: Hast du?
00:23:09: Ja, sehr spannend.
00:23:11: Und ich finde auch den Punkt was du vorhin erwähnt hast mit das muss man in der eigenen Zeit auch lesen.
00:23:17: weil also natürlich haben Frauen eine Rolle gespielt, eine große Rolle.
00:23:20: Ich meine sie bilden die Hälfte der Gesellschaft aus und auch sehr viele Ämter oder auch sie waren immer dabei.
00:23:29: Sie kann man nicht ausschließen.
00:23:32: Und was eben wichtig ist, finde ich auch im Kontext zu schauen.
00:23:36: Was war überhaupt damals?
00:23:38: Was für eine Gesellschaft haben wir damals jetzt abgesehen von den Muslimeen?
00:23:41: aber der Raum?
00:23:42: Was gibt er her?
00:23:44: Wie ist die Situation wie ist die Mentalität?
00:23:46: Wie sind die Rechte überhaupt für Männer oder Frauen?
00:23:51: und wenn man all diesen Überblick sich verschafft erst dann kann man, finde oder richtiger verstehen, weil man dann einen Gesamtüberblick hat und nicht mit der jetzigen Brille hinein versucht zu schauen.
00:24:10: Weil dieser Ansatz ist für mich auch problematisch, sonst neigen wir sehr schnell dazu die Situation in unsere heutige Zeit zu ziehen und das ist eben ein bisschen schwierig.
00:24:22: Und da sehe ich auch tatsächlich im Islam Reform sage ich jetzt einfach mal eine Reform, was was Neues überhaupt das Frauenrechte bekommen haben in der Gesellschaft dass sie etwas erben konnten und dann wird jetzt immer noch gestritten ja warum aber nur die Hälfte.
00:24:38: Aber damals Sie haben halt von Nichtserben auf Hälften Erben bekommen und das ist schonmal ein Riesenschritt!
00:24:44: Und wenn ich aber jetzt aus meiner jetzigen Brille schaue, dann sag' ich Ja, das ist wenig, das is nicht Gleichberechtigung, aber in der damaligen Zeit es ist ein Riesen-Schnitt.
00:24:53: Ich finde man muss auch Das Ganze aus der soziologischen Perspektive auch betrachten.
00:24:58: Man kann Erneuerungen nicht von heute auf morgen ganz radikal machen, das braucht ein Prozess es braucht Zeit und genau deswegen ist es auch wichtig dass man mit der Zeit nachverfolgt, wie es im Nah hinein weitergekommen ist.
00:25:14: Ob das sich irgendwie die Situation verbessert hat oder ist es da geblieben mit dem ersten Schritt?
00:25:20: Und und da finde ich eben wichtig dass man immer so einen Gesamtüberblick haben muss.
00:25:24: und was du auch gesagt hast hat mich noch mal zu einem Punkt gebracht mit den Fersen oder Texten, die vielleicht manchmal sich ein bisschen gegensprüchlich wirken.
00:25:35: Da muss man auch schauen bis in die Chronologie zu welchem Anlass wurden Ferse herab in unserer Situation, Tradition und da dann zu schauen ist dieser Fairs jetzt für alle Situationen?
00:25:53: Kann man das eben für alle Situationen kopieren oder war das jetzt nur situationsbedingt?
00:25:58: Auch wenn wir glauben und sagen, der Koran ist allgegenwärtig.
00:26:02: Und immer... Der Text bleibt auch so für immer und ist für giltig.
00:26:06: aber da muss man eben schauen welcher Kontext und ist es dann ein Fall für bestimmte Situationen?
00:26:13: und erst dann kann ich glaube ich den Schritt wagen und sagen ja wie es denn eigentlich war und wenn ich all das nicht mache und einfach mir bestimmte Fälle rausziehe Dann kann das Ganze einfach gar nicht utler enden.
00:26:27: Und unsere Absicht ist ja auch nicht, also meine vor allem auch nicht... Ich möchte jetzt nicht in eurem Namen sprechen, aber ich glaube es ist genau so, dass unsere Religion nur irgendwie... Ja hier haben wir was entdeckt, was irgendwie fehlt oder so, das würde ich mir gar nicht anmaßen und da nicht sagen weil ich finde der Islam ist so perfekt wie er ist.
00:26:47: Bloß scheitert's manchmal bei unserem Wissen!
00:26:50: weil wir nicht so tiefgründig wissen und nicht tiefgrünnig nachgeschaut haben, und nicht zwischen den Zahlen gelesen haben vielleicht.
00:26:56: Und das ist dann eben unsere Aufgabe als Theologinnen, als Menschen die sich mit Religion ein bisschen auch befassen zu schauen was gibt es da noch zu wissen und voneinander auch zu lernen?
00:27:05: Weil wenn du jetzt einen Punkt rausbringst, dann kann ich ja mache ich mir Gedanken und denke okay vielleicht gibts sowas ähnliches auch im Istam Dann machen sie sich vielleicht auf dem Weg und tauscht sich nochmal mit weiteren aus.
00:27:15: Hast du denn ein paar Frauennamen, die du sagen könntest?
00:27:18: Wenn man will.
00:27:19: Natürlich!
00:27:19: Da jetzt welche Tore denkt mehr an, welche Folgen reproduzieren.
00:27:24: Genau also wenn ich jetzt natürlich Koranisch spreche dann habe ich nur einen einzigen Namen Maria.
00:27:31: Aber wir haben natürlich in der Tradition sehr viele Namen.
00:27:33: Und Marie war jetzt natürlich keine muslimische Frau, aber dadurch dass sie im Koran auch vorkommt nehmen wir es immer auf wenn wir über Islam und Frauen sprechen.
00:27:42: Aber dann habe ich die Namen von Aisha, Khatija, Fatima und weitere Umselemme.
00:27:49: Sehr viele weitere Frauen, die in der Zeit der Offenbarung gelebt und gewirkt haben.
00:27:57: Habt
00:28:00: ihr das beide so schön zusammengefahren?
00:28:02: Ich hätte noch tausend Sachen, die ich gerne mit euch besprechen würde.
00:28:06: Aber ... Zeit schreitet schnell voran, wenn man sich zoologischen Fragen widmet.
00:28:12: Aber eine hätte ich noch an dich.
00:28:14: Gibt es von den Frauen die du jetzt in deiner Arbeit erforscht, hervorholst?
00:28:19: Betrachtest eine, die du besonders spannend findest oder einen Kontext oder eine Geschichte ... wem könntest du für unsere hörenden Droppen?
00:28:29: Frauen mit denen ich mich viel beschäftigt habe sind drei!
00:28:33: nämlich Miriam, die Profetin von der ich kurz gesprochen habe und Hulda.
00:28:39: Das sind zwei Figuren, die nicht in der Tora vorkommen aber darüber hinaus eben in anderen Texten.
00:28:45: Ich möchte gar nicht so sehr eine hervorheben weil mein Fokus wirklich viel mehr dieses drumherum.
00:28:50: Aber wer hat wie?
00:28:51: Und warum diese Texte so geschrieben?
00:28:53: Was machen wir heute damit?
00:28:56: Ich finde die alle fantastisch.
00:28:57: Also es gibt noch so viele mehr und von allen gibt es Dinge wo ich mir Eine
00:29:02: Schreibe aufschneide.
00:29:04: Elegante!
00:29:06: Und ich habe mich zum Ende hin, das ist jetzt dann eine unbeantwortete Frage die ich noch mit reingebe wie ich das gemacht habe aber natürlich auch mit Regina Jonas als Rabbinerin die hier in Berlin ordiniert wurde vor mittlerweile fast hundert Jahren schon Die sich ja intensiv mit dieser Frage auseinander gesetzt hat indem sie ihre Abschlussarbeit genau dazu geschrieben hat.
00:29:29: kann die Frau dieses Amt der Rabbinerinnen annehmen.
00:29:33: So heißt der Titel nicht,
00:29:34: aber... Und soweit ich weiß?
00:29:35: Die erste Frau, die in Deutschland ordniert wurde?
00:29:39: Die Erste Frau, den dort überhaupt ordnet wurde?
00:29:41: Genau!
00:29:42: Die Ersten Frau, denen Deutsch und ordnert wurde – das ist ganz wichtig, denn wir wissen nicht ob wir anderen potentiellen Rabbineren dies vielleicht ... im Rest der Welt vorher schon gegeben hat auf die Füße treten.
00:29:51: Das ist mir ganz wichtig, das nicht zu tun weil da fehlt es vielleicht auch noch an Forschung aber die hier in Berlin ordiniert wurde immer als erste Frau so genannt wird.
00:30:00: aber ich würde das vorsichtig machen und nicht damit herauspreschen aber auf jeden Fall eine Vorreiterin ist und mich dann hin zur Frage natürlich auch meiner eigenen Biografie führt.
00:30:10: und wie werde ich dieses Amt ausführen?
00:30:13: Und was bleibt noch zu tun Und was noch zu tun bleibt, das werden wir sehen.
00:30:17: Ich weiß noch nicht wo die Masterarbeit mich noch hinführen wird an den Rande der Verzweiflung wahrscheinlich?
00:30:24: Nein!
00:30:25: Aber... Wir werden sehen.
00:30:28: Danke dass ihr euch das angehört habt diesen kleinen Einblick damit mir reingetaucht seid und falls ihr Fragen oder Kritik oder Anmerkungen habt könnt ihr natürlich wie immer in die Kommentare schreiben Und ihr könnt ja mal raten, womit es dann vielleicht in den nächsten Wochen weitergeht.
00:30:44: Ja, weißt
00:30:44: du das schon?
00:30:46: Vielen lieben Dank, dass du überhaupt dieses Thema uns mitgebracht hast und uns ein Billikägel verschossen
00:30:50: hast.
00:30:51: Sehr gerne!
00:30:52: Jetzt geht's noch zu den Temminen.
00:30:54: Neues aus dem Haus of One.
00:30:57: Am twenty-fünfzehnten September beginnt Sukot.
00:31:00: Das Haus Of One lädt ein.
00:31:02: Wir bauen eine Laubhütte.
00:31:04: Mehrere Tage lang gibt es Veranstaltungen und Zusammenkünfte, ja Gemeinschaftliches in und um das House of One.
00:31:13: Alle Infos dazu findet ihr in den Show Notes auf der Website und auf Instagram Und in diesem Zusammenhang braucht das Haus davon Euro Unterstützung.
00:31:22: Fünf Tausend Euro für quasi fünf Tage dieser interreligiösen Gastfreundschaft!
00:31:28: Die Spendenaktion ist bereits gestartet, auch dazu alle Informationen in den Shownauts.
00:31:34: Am neunzwanzigsten September könnt ihr uns live hören, live sehen.
00:31:39: Und zwar wird es ein Live-Podcast von uns im Rahmen der muslimischen Kulturwoche geben!
00:31:44: Wir werden im Zentrum Judaikum am neunzwanzigten September Auftreten in Anfang Strichen.
00:31:51: Ein allerletztes Mal noch mit Rebecca, weil wir schon zu Beginn des Jahres diese Veranstaltung geplant haben und wir würden uns richtig freuen euch dort zu sehen!
00:32:01: Und ich meine dass in diesen Tagen auch Rocha Charnar gefeiert wurde, richtig?
00:32:07: Genau!
00:32:08: Deswegen wünschen wir allen die gefeuert haben ein gesegnetes gutes neues Jahr und Gutes
00:32:16: Fasten für Yom Kippur!
00:32:19: Bevor wir uns verabschieden, haben wir noch den Fährs der Woche.
00:32:22: Heute von Kübra!
00:32:43: Das bedeutet, wahrlich nach dem schweren kommt die Erleichterung.
00:33:01: Dein Wort in Gottes Ohr!
00:33:07: Ja ein wichtiger Fairs würde ich sagen.
00:33:09: vor allem gerade in diesen politischen Zeiten kann da hoffentlich ein bisschen Hoffnung und Kraft geben.
00:33:17: Schön, dass ihr heute wieder dabei wart und mit mir in die Welt eingetaucht seid von Frauen in den Religionen!
00:33:24: Ich
00:33:24: hoffe wir sehen uns bald wieder und wenn ihr noch Fragen oder Anmerkungen oder Kritik habt dann schreibt uns doch einfach eine E-Mail.
00:33:32: Schaut auf die Webseite vom Haus of One oder auch bei Instagram vorbei.
00:33:36: Die Details kommen jetzt
00:33:37: von Kübra!
Neuer Kommentar