#114: Heilige Väter? Über Vatervorstellungen und echte Erfahrungen

Shownotes

In dieser Folge tauchen wir tief in die Rolle der Väter ein – zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, kulturellen Mythen und persönlichen Erfahrungen. Wir diskutieren, wie Väter in unseren Religionen dargestellt werden, von biblischen und koranischen Geschichten bis hin zu aktuellen Herausforderungen. Und natürlich die Frage: Warum wird Gott oft als Vater dargestellt? Und gilt das tatsächlich für alle unsere Religionen? Maike wird eine Überraschung erleben. Du auch?

Natürlich teilen wir auch eigene Erfahrungen. Welche haben uns unsere Väter auch ganz persönlich geprägt? Überlieferte Vorstellungen beeinflussen jede Familie, wenn auch auf unterschiedliche Weise. Welche Rolle spielen dabei unsere Religionen?

Wir sprechen über Abwesenheit und die Bedeutung von Fürsorge. Begleitet uns auf einer sehr unterhaltsamen Reise durch Stereotype, echte Beziehungen und die Frage, was Vaterschaft heute wirklich bedeutet.

Hosts: Rebecca Rogowski, Maike Schöfer, Kübra Dalkilic, Dauer: ca. 42 Minuten


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Produziert wird unser Podcast von Sascha Lazarewski vom Videostudio RogerPaletti aus Berlin: rogerpaletti.com.

Transkript anzeigen

00:00:00: Wir haben ja so eine Flosse, wie man sagt, die Vaterjokes oder?

00:00:04: Mutter

00:00:04: ich kenne Mutterwitze.

00:00:05: Deine Mutter und sowas.

00:00:06: Also nein

00:00:07: nicht sowas sondern das Väter sucht.

00:00:09: Also Dad jokes mit.

00:00:11: Sorry Dad jokes.

00:00:13: Du bist die Königin der Dad Joke!

00:00:25: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Drei, Dreieins.

00:00:29: Das interreligiöse Podcast vom Haus of One!

00:00:33: Ich bin Kübra und sitze hier heute wieder mal zusammen mit Maike und Rebecca.

00:00:38: Toll dass wir wieder zusammen sind.

00:00:40: toll das wir wieder eine neue Folge aufnehmen können und danke auch hier an den Senat für Kultur- und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

00:00:50: ja heute geht es um Väter.

00:00:53: Wir haben ja in der letzten Folge bereits über die Mütter gesprochen, übers Muttersein gesprochen, über die Rolle der Mutter gesprochen und diesmal soll es um Väter gehen.

00:01:02: Und ich bin schon ganz gespannt.

00:01:04: wahrscheinlich werden wir jetzt auch vielleicht Parallelen

00:01:07: sehen?

00:01:07: Wir haben tatsächlich auch eine Folge zu Vatertag mal gemacht.

00:01:11: also für diejenigen, die es interessiert können auch da nochmal gerne reinhören aber vielleicht ganz am Anfang.

00:01:21: Was kommt?

00:01:22: Welche Eigenschaften kommen euch in den Sinn, wenn man vom Vater spricht.

00:01:27: Habt ihr da so... das könnt auch noch die Stereotype sehen oder was verbindet ihr mit Vater?

00:01:32: Ich denke auf jeden Fall an eine Menge.

00:01:34: also ich habe ziemlich viel im Kopf und ich glaube weil meine Erfahrung und meine Emotionen auch so voll sind und so vielseitig sind.

00:01:42: Also einmal durch meinen eigenen Vater, aber dann auch durch den Vater meines Kindes, durch die Väter-Geschichten in Anführungsstrichen der Schriften, die Teil meiner Religion sind und meines Glaubens sind, aber auch durch wie ich Väter erlebe im Umfeld.

00:01:58: Und da gibt es viele Assoziationen, die ich habe von behütend bestärkend begleitend über allein lassen, über verantwortungslos aber auch bis hin zu machtergreifend und ausübend.

00:02:17: Ich glaube das ist so eine Palette, so ein Spektrum dass ich damit verbinde.

00:02:21: Wow!

00:02:22: Ja ja kann ich vorher nachvollziehen.

00:02:24: Rebecca, hast du dem was irgendwie hinzuzufügen?

00:02:26: Eigentlich

00:02:27: habe ich dem nicht so

00:02:28: wirklich das Haar zu finden.

00:02:29: Der Vater geht eigentlich bis einschalten!

00:02:32: Nein natürlich nicht, aber ich finde du hast es tatsächlich sehr gut beschrieben.

00:02:36: wenn ich ein Vater denke dann muss sich irgendwie auch irgendwie eine bestimmte Rolle vom Vater denken der in der Gesellschaft den Vater beigemessen wird.

00:02:46: Da gibt's ne Familie und der Vater ist der, weiß ich nicht gerüst, der Familie oder die Person der die Familie zusammenhält und die Verantwortung quasi trägt, was ja nicht immer so ist.

00:03:00: Wir haben natürlich auch Familien wo der Vater nicht da ist, wo der Vater verstorben ist, Wo es keinen Vater gibt Und das sind Familien, die zusammenhalten können.

00:03:11: Das find ich interessant, weil ich finde ... Ich hab oft eher das Gefühl, dass das geröst und wer die Familie zusammenhält gesellschaftlich.

00:03:18: Soll die Mutter sein?

00:03:19: Also nicht, dass es stimmt oder dass ich das unterschreibe sondern einfach nur so wie ich den gesellschaftlichen Diskursmenschirm mitbekomme Und der Vater darf irgendwo im Orbit warbern Weißt du so?

00:03:31: Und es ist irgendwie so da drüber und das vielleicht so eine Autoritätsperson.

00:03:35: Ich glaube auch, dass es meistens nicht stimmt aber das sind so diese Verantwortung und das ist irgendwie monetär also Geld und diese Sachen sind irgendwie wichtig, dass das von dem Vater kommt.

00:03:45: Aber dieser Zusammenhalt habe ich auf das Gefühl, dass er eher der Mutter zugeschrieben wird oder?

00:03:49: Gebe ich dir eigentlich auch recht, da gibt's ne türkische Redewendung wieder mal.

00:03:51: Wie immer.

00:03:52: Du

00:03:53: solltest eigentlich einfach so Türkisch kursen geben

00:03:58: wo... Aber eigentlich ist diese Redewendung anders zu verstehen, aber ich übersetze es erst mal.

00:04:08: Diese Familienzugehörigkeit oder die Familie wird von der weiblichen Vogel quasi gemacht oder zusammengehalten und davon leiten quasi Türken ab dass die Frau Die Mutter in der Familie das Netz quasi, die die Familie zusammenhält und die Familie zu einer Familie macht.

00:04:35: Aber eigentlich ist es tatsächlich auch so dass ... Der Mann hat natürlich auch eine Aufgabe.

00:04:40: Es ist nicht so, dass er nur kommt und schaut, oh, es gibt Essen!

00:04:43: Oh, die Familie wurde zusammengehalten und ich gehe jetzt wieder.

00:04:46: So sollte es eben nicht sein aber ... Ich nehme das tatsächlich manchmal auch sehr krass in manchen... Auch in der türkischen Kultur.

00:04:53: manchmal war das der Vater so ein Vorzeige, Familienzusammenhälte ist.

00:04:58: Aber eigentlich lastet es doch eher auf der Mutter.

00:05:02: Ich glaube dass das eine der Herausforderungen in dieser Gesellschaft und der wir leben isst.

00:05:08: Und ich glaube, dass das ein Punkt ist mit dem wir uns alle aber insbesondere auch Väter und auch Männer beschäftigen müssen.

00:05:14: Und zwar haben Bilder von Väter schaffen.

00:05:21: Väter sind abwesend in unserer Gesellschaft, Väter inszenieren, stilisieren und geben sich als herrschend und immer noch als patriarchal auch in vermeintlich offenen oder modernen, in Anführungsstrichen alles gesehen Familien.

00:05:40: Wir sehen, dass junge Menschen, junge Männer sich nach diesem klassischen traditionellen konservativen Familienbild sehen und darin eben auch ein konservative Bild des Vaters.

00:05:51: Sich selbsteren verorten oder sich sehen und dass sie sich weniger darin sehen zu Hause zu bleiben in Anfangstrichen die Kehrarbeit übernehmen, die Frau unterstützen den Weg im Leben zu gehen.

00:06:04: das finde ich weiterhin besorgniserregend.

00:06:07: Daher kommen wir auch aus den Religionsgemeinschaften.

00:06:10: Das tragen wir mit, aus vielen Kulturen nicht, aus allen.

00:06:13: Wir haben ja auch Kultieren die Matrech-Hal geprägt sind aber aus den meisten Kulturenen und vor allem in unseren Religionsgemeinschaftens.

00:06:22: Das tragen wir mit bis heute.

00:06:24: Immer wieder gibt es die vermeidliche Rückbesinnung darauf und deswegen glaube ich, wir müssen uns damit auseinandersetzen.

00:06:29: Und heute sind keine Väter hier aber wir können trotzdem eine Menge zu Vätern sagen.

00:06:34: Und was ich auch spannend finde weil wir hatten ja die Mutterfolge gerade noch.

00:06:38: Mein Großvater kennt sein Vater nicht und wenn Leute das hören dann sind sie natürlich schon so ah ja schade!

00:06:46: Aber es ist okay gut, keine Ahnung... Die halbe Welt hat keinen Vater.

00:06:50: Meine Mutter wurde von ihrer Mutter verlassen als Kind Und Leute reagieren so emotional darauf und so moralisch.

00:06:59: Das finde ich spannend, weil zum Beispiel ... Ich kenne meine Oma nicht persönlich von der mütterlichen Seite aus.

00:07:03: Sie hört sich jetzt wirklich nicht an wie die tollste Person.

00:07:06: Und ich will das überhaupt nicht in Schutz nehmen.

00:07:09: Aber ich find's einfach so krass, wie unterschiedlich das gewertet wird.

00:07:15: Und auch so meine Mutter redet darüber, dass es ... Natürlich was mit ihr gemacht hat und mein Opa, das ist natürlich auch noch mal eine Generationssache vielleicht.

00:07:23: Und es ist auch nicht Ihr Vater sondern von der anderen Seite tut immer so aber er hatte ja ne Mutter.

00:07:26: Er hatte ja eine Mutter und die hat ihm super viel Liebe gegeben und er glaubt eben man als ein Kind braucht eher ne Mutter als nem Vater.

00:07:34: Total spannend finde

00:07:36: ich.

00:07:37: Das Thema

00:07:38: ist irgendwie

00:07:38: auch irgendwo ein Trigger-Thema vielleicht, auch für die einen oder anderen.

00:07:44: Und ich merke auch dass manche stereotypische Gedankengüter mich auch so bisschen triggern.

00:07:50: und dann denke dann habe ich natürlich auch Bilder, die vor allem jetzt im religiösen Kontext.

00:07:55: und da geht auch gleich meine Frage über.

00:07:59: Auch Väter seht zum Beispiel der Profit Mohammed Frise sein mit ihm eher in seiner Ehemannsrolle oder Vaterrolle.

00:08:06: haben wir einen Menschen, einen Propheten vor Augen, der z.B.

00:08:13: seine Kleidung näht?

00:08:14: eine Person, der auch zu Hause kehrt.

00:08:17: Eine Person, die auch mit den Kindern spielt und Zeit für sie nennt.

00:08:22: Und was ja eigentlich normal ist!

00:08:26: Aber genau da möchte ich euch mal vielleicht fragen wie es in euren heiligen Schriften ist?

00:08:31: Wie kommen Väter vor?

00:08:33: Vielleicht habt ihr auch ein Beispiel welche Väter vorkommen.

00:08:39: Wir hatten letzte Folge wenn ihr vorzugehört habt oder zugeschaut haben, hatten wir die IMAHOT.

00:08:44: Die Mütter und jetzt haben wir die AWOT, die VETA.

00:08:49: Und das sind Abraham, Israel und Jakob.

00:08:52: Das sind sozusagen so die Gründer, Väter, Erzväter sagt man auch auf Deutsch.

00:08:59: Und die werden viel mehr beschrieben und wir wissen vielmehr über sie.

00:09:03: aber ich habe das Gefühl dass aus meiner Lesart oder wie ich die Texte wahrnehme nicht im Bezug auf ihre Kinder, wie sie mit den Kindern umgehen dargestellt wird oder irgendwie erklärt hat.

00:09:15: Aber das hatten wir auch schon in der Mutterfolge, dass ich ja meinte, dass da nicht so viel vorkommt.

00:09:21: Väter sind auf jeden Fall unglaublich... Also diese Geschichten sind schon sehr Männerzentriert.

00:09:25: oft habe ich das Gefühl und es ist auch selten.

00:09:28: zum Beispiel letzte Folge haben wir über die Bora geredet, die Kinder los ist und dann hatte ich erklärt, dass ihr einen Ehemann angedichtet wird.

00:09:35: könnt ihr gerne die letzte Folge nochmal euch anhören zu anschauen?

00:09:40: Und wir haben aber selten, dass eine Mann irgendwie ne Frau angedichtet wird.

00:09:44: Oder das ne Mann vorkommt mit... und er ist Vater von so-und-so oder Mann von so und so.

00:09:49: Aber bei den Frauen haben wir eher dieses Tochter von die Frau von sowas.

00:09:59: Das finde ich ganz interessant!

00:10:01: Wir haben ja über die weiblichen Bilder von Gott geredet, aber eigentlich kommt Gott mir oft in den Texten eher als Vater-Innerinnerung.

00:10:08: Es gibt auch zum Beispiel ein Gebet Avino Malcanu, Vater unser Gott also unser Vater unserer Gott was so sehr zentral ist und es gibt sehr viele Debatten immer darüber dieses Gott als Vater und das heißt das überhaupt?

00:10:22: Und warum wird Gott nur als Vater verstanden nicht als Mutter oder viel weniger?

00:10:27: Das finde ich immer spannend auch so liturgisch weil Vom inhaltlichen her fällt mir das super schwer, wenn ich zu lang auf den Text achte.

00:10:36: Fällt es mir super schwer aber... Ich sehe auch.. Es sind einfach Bengers!

00:10:41: Also es ist ein richtig gute Bobso.

00:10:43: und die Texte mit dem Liedern und alles, das macht... Und alle können das singen und es ist halt schwierig das dann umzuändern.

00:10:53: Das geht jetzt eigentlich gerade so weit, ich weiß gar nicht ob ich das angefangen habe.

00:10:56: Aber ich hab jetzt auch so eine Ordnung von Alvino mal kennen und bin einfach so ein richtig guter Song.

00:10:59: eigentlich

00:11:00: einfach

00:11:04: Wir können sie verlieren, damit wir auch mehrere aufhaben.

00:11:06: Danke!

00:11:07: Ja da schließe ich ein bisschen an und möchte noch hinzufügen dass wir natürlich du hast das gerade schon gesagt Rebecca wir wissen viel mehr über Väter und es liegt daran weil die Schriften weitergegeben die Texte die Inhalte die Geschichten mit Gott in erster Linie weitergegeben und weitergetragen worden sind von Männern zusammengestellt, aufgeschrieben, redigiert, kanonisiert worden sind.

00:11:30: Also kurz gesagt und auf den Punkt gebracht zum größten Teil von Männernen gemacht, festgehalten, aufgeschrieben ist.

00:11:37: Und die... Es gibt keinen Schwerpunkt der Gelegtes auf die Erzählung der Mütter oder der Frauen oder oder oder.

00:11:44: also wir wissen vielmehr über Männer, wir wissen viele mehr über Väter in den Schriften, jüdischen und christlichen Schriftern und relativ wenig über die eigentliche Beziehung zu ihren Söhnen.

00:11:55: Wir haben natürlich einige Geschichten, also wir haben auch schon über Abraham gesprochen der sein einzigen Sohn oder seinen Sohn Opfern geben sollte, da dürft ihr auch gerne noch mal reinhören.

00:12:08: Da haben wir schon ganz ausführlich darüber gesprochen.

00:12:09: also streifen wir das an dieser Stelle nur.

00:12:12: Darüber wissen wir natürlich Bescheid.

00:12:14: Wir wissen auch wie Väter reagieren Wenn sie ihre Erbe verteilen oder geben.

00:12:21: da haben wir auch mehrere Geschichten.

00:12:22: Das sind eben die Punkte gewesen Die für die Menschen damals wichtig gewesen sind Also dass es Erbe nachkommen.

00:12:30: Aber Es gibt vor allem einen im zweiten Testament, eine neue große Säude.

00:12:38: Du hast Gott als Vater angesprochen, Rebecca – das wird da ziemlich prominent.

00:12:43: Also prominenter als im ersten Testament.

00:12:46: also über zweieinhalb Mal glaube ich kommt Gott als Vater vor und vor allem wird damit dieses beschützende begleitene Gnädige.

00:13:02: Diese Attribute werden damit beschrieben, aber immer in Verbindung auch mit einer bestimmten Macht und Autorität.

00:13:09: Das darf man auch nicht verschweigen an dieser Stelle.

00:13:11: also das kommt im zweiten Testament ganz stark raus Gott als Vater unter anderem weil Jesus selber aber gesagt hat Also Gott Papa nennt.

00:13:21: das zeigt dann nochmal die geht dann eher auf so eine Beziehungsebene.

00:13:25: Das finde ich ganz spannend.

00:13:26: also zeigt da noch mal die emotionelle Verbindung.

00:13:29: Gott selber sagt auch, dass es du bist mein Sohn.

00:13:33: An dem habe ich wohl gefallen am Moment der Taufe als Jesus getaufet von Johannes.

00:13:38: und wir haben eben finde ich auch wieder vielfältige Väterschaften und Väterlichkeiten im zweiten Testament.

00:13:45: also wir haben Josef der nicht der biologische Vater von Jesus ist und das für ihn ein ganz wichtiges Thema und einen ganz wichtigen Punkt, der manchmal gar nicht so häufig diskutiert und debattiert wird.

00:13:56: Und trotzdem erleben wir Josef auch als fürsorglich und carent oder irgendwie begleitend – er spielt da nur noch eine Nebenrolle.

00:14:02: eigentlich voll Schade!

00:14:05: Ich würde dich gerne mehr darüber wissen und es gibt interessante Bilder.

00:14:07: also sogar in der Kunst, wird das oft aufgearbeitet und überlegt.

00:14:10: Mensch wie war Josef vielleicht im Moment der Geburt?

00:14:14: Also ich regte jetzt vor den Weihnachtsgeschichten.

00:14:16: Dabei war er wirklich nur ein stiller Beobachter, wie dass Frauen während der Geburt häufig erleben.

00:14:24: Männer, die einfach irgendwie so daneben stehen und nicht wissen was sie tun sollen... Oder ist das eben mit Absicht, also hat er Sicherheit gegeben?

00:14:33: Den Raum gegeben und gehalten.

00:14:34: Also davon wissen wir nicht.

00:14:35: wie auch immer ich veräste mich jetzt hier so in Kleinigkeiten.

00:14:38: aber auch im zweiten Testament finden wieder verschiedene Formen Beschreibung Assoziation zum Vater sein zu Väterlichkeiten Und ganz prominent ist natürlich Vater Unser.

00:14:50: du hast gerade von dem Lied gesprochen unser Gott unser Vater Das Vater unser das Gebet steht so in der Mitte.

00:14:59: aber auch die Geschichte vom verlorenen Sohn.

00:15:02: und der Vater mit den offenen Armen, der seinen Sohn so wieder empfängt.

00:15:05: Und ich finde das eine ganz, ganz starke Geschichte, die sich auch noch mal hervorheben möchte, wenn viele sagen so langweilig.

00:15:11: Vielleicht kommen wir da gleich nochmal darauf zu.

00:15:12: Aber dieses Attribut von Vater sein kann nicht sehr andocken.

00:15:16: Das sehe ich auch nicht nur bei Vätern, dass sie sich generell in Beziehung von Menschen zueinander... ...aber insbesondere die Menschen, die Kinder begleiten.

00:15:25: also was sie auch immer tun Du hast nämlich in der Mutterfolge, wie bei Deiner Mutter gesprochen gesagt, wir waren so ein bisschen so ein Safe Place für meine Friends.

00:15:34: Egal was sie angestellt haben, die konnten immer kommen und das dockt voll an diese Geschichte an den verlorenen Sohn und zwar die Arme zu öffnen, die Tür aufzumachen und sozusagen kannst du immer kommen egal was du getan hast Grimmen wir dann ja hinterher nochmal im Detail drüber reden.

00:15:48: Also, ich meine jetzt der Vater an dem Moment zu seinem Sohn oder die Menschen zu den Kindern aber erstmal kannst du hier wieder herkommen das ist dein Haus und meine Arme sind erst mal wieder offen.

00:15:57: Das finde ich einen wichtigen Aspekt zur Vaterschaft, den nicht gerne mehr in unsere Gesellschaft dran

00:16:02: möchte

00:16:03: weniger judgy, weniger mächtig, weniger autoritär sondern auf der Beziehungsebene.

00:16:10: Wer reitet zu spät, durch Nacht und Wind?

00:16:13: Es ist der Vater mit

00:16:15: seinen... Das

00:16:17: ist mir eine Frage.

00:16:18: Der Erlkühle.

00:16:21: Genau!

00:16:22: Aber Vater ich finde auch überhaupt noch meinen Gedanke zurück.

00:16:28: Ich finde es auch toll, wir haben ja vorhin gehört die Kinder wurden mehrmals oder öfters über die Väter quasi beschrieben.

00:16:38: Also das man gesagt hat okay du bist jetzt Tochter von.

00:16:42: und in der arabischen Sprache oder Kultur gibt's auch im umgekehrter Form und zwar dass der Vater nach dem erst geborenen Sohn benannt wird.

00:16:55: dann heißt er sohn zum Beispiel Talib Und der Vater heißt Ebu Talib, also Vater von Talib.

00:17:01: Und dann gibt es zum Beispiel...

00:17:04: Als Kind wusste ich auch immer nicht wie die Eltern von irgendjemand heißen sind, das war immer so Vater von.

00:17:08: Total!

00:17:09: Genau.

00:17:09: und jetzt, da gibt's einen Gefährten des Propheten und er heißt Eboo Huraira und er ist einer der die meisten Überlieferungen zu unserer Zeit getragen hat und Hurairah heißt Katzen.

00:17:26: Er hatte viele Katzen und er hat ja eine große Liebe zu Katzen.

00:17:30: Das ist mein

00:17:30: Name?

00:17:32: Der Vater der Katzen!

00:17:34: Schön, nicht auch

00:17:35: so

00:17:35: cute oder?

00:17:38: Und wie züglich auch den Väter in den heiligen Stiften gerade auch weil du ein paar Namen genannt hast.

00:17:45: wir sehen zum Beispiel auch Väter die weinen Stark sind aber Weinen und ich finde in unserer Gesellschaft ist es manchmal so oder es kommt so rüber als ob Männer, das hat natürlich auch mit Männlichkeit und Bild von Männigkeit ein bisschen zu tun.

00:18:00: Als ob sie nicht weinen dürfen, sie müssen immer stark bleiben und für alles sorgen und das finanzielle... Aber wir haben auch gerade im Koranischen Väter die Weinen, Väter, die auch gerade nicht wissen was sie tun sollen und wie sie das tun sollen.

00:18:18: Und quasi überfordert sind mit Situationen.

00:18:23: Auch das ist Vater sein finde ich.

00:18:25: Kannst du da eine konkrete Geschichte nennen?

00:18:27: Weil das fände ich total spannend und finde es ganz wichtig!

00:18:30: Gerade das gesellschaftliche Bild oder das auch... wie da hoch kommt, also im Kosmos dieser Manusphil zum Beispiel.

00:18:39: Wie sagt man das denn?

00:18:40: Maskuline Männlichkeit oder neue Masculinität.

00:18:45: Das ist ja wieder eine rückbesinnung auf vermeintlich traditionelle Männlichkeitsbilder, Stärke Autorität Dominanz Versorger sind so diese Schlagworte die fallen und wo sich viele junge Männer nicht nur Junge auch Mittelalter und Alte einreinkönnen was für viele der einzige irgendwie logische Weg, das sehen Sie im Leben gehen wollen.

00:19:11: Und dann finde ich eigentlich genau diese Geschichten auch aus den religiösen Traditionen so wichtig und zu zeigen, guck mal ist gar nicht immer überhaupt so gewesen sondern es gab da auch schon andere.

00:19:20: Bin da welche Geschichten?

00:19:21: Jakob

00:19:22: ist die Person, die ich eigentlich mein.

00:19:25: Jakob verliert eben seinen Sohn Josef was heißt verlieren.

00:19:29: er weiß eigentlich dass seine Brüder ihm etwas angetan haben aber kann in dem Moment nichts offenbaren oder ihm ist ihm hilflos.

00:19:37: Er weint so stark hinter ihm her, sodass er durch dieses Weinen sein Augenlicht verliert.

00:19:43: Dass er quasi blind wird... ...durch dieses Weine und diese Trauer-Traurigkeit.

00:19:50: Und das sehen wir halt, dass es auch möglich ist, dass Menschen hinter jemandem weinen und traurig werden.

00:19:58: In Kummer sind auch Männer!

00:20:00: Und genau das finde ich.

00:20:02: Das sind Bilder oder Erzählungen, die wir mehr in unser Alltag mitnehmen sollten und noch mal das für normal halten sollten.

00:20:12: Ich finde es auch wichtig dass Männer ihren Trauen von sich und ihren Emotionen und Gefühlen zu erzählen und dass sie da ankniffbar sind.

00:20:29: Damit gehen Sie dann auf eine Beziehungsebene.

00:20:32: Also, sich zurückzuhalten und zu verschließen.

00:20:34: Und nicht anfragbar zu sein.

00:20:38: Häufig wird das ja gesagt, sie weinen weniger... Ich glaube nicht dass nur weinen die Tür aufmacht zu einer Emotionalität sondern also Männer sind ja emotional in zum Beispiel Wut.

00:20:48: Ja?

00:20:50: Das erkennen wir so erleben wie Männer.

00:20:51: so dürfen Männer sein aber auf einer emotionalen Ebene vielleicht auch in der Freude oder in der Trauer im Mitgefühl diese das auch zu verstärken und anknuffbar zu machen, dass sie erreichbar sind in ihrer Emotionalität und ihrem Wesen, ihrem Sein.

00:21:08: Die Abwesenheit bezieht sich ja nicht nur auf... Also die Abwesenheit der Felder beziehlt sich ja nie nur auf die AbWesenheit im Alltag, im Familienalltag.

00:21:17: Die Mutter ist präsent, überpräsent muss überpräsent sein.

00:21:20: Und Felder sind aber auch emotional abwesend!

00:21:24: Da würde ich sagen da brauchen wir mehr Präsenz.

00:21:27: Es gibt auch noch eine andere schöne Geschichte, aber ich dachte auch daran tatsächlich an dieses Wein.

00:21:32: Aber es gibt zum Beispiel auch Beresit wieder.

00:21:36: da geht's um Essaou und Jakob und Isaac.

00:21:42: Und zwar ist es diese Geschichte wo Jakob sich verkleidet als sein Bruder dieses Segen abzugewinnen sozusagen und der sein Vater sagt, nachdem er was gegessen hat von dem was serviert wurde kommen zu mir und küss mich.

00:22:06: Und sei nah bei mir.

00:22:07: und das wird relativ oft tatsächlich auch beschrieben in diesen ganzen Geschichten dass so Intimität zwischen Männern und auf Väteren und ihren Söhnen die irgendwie so herzlich und auch physisch ist.

00:22:20: Viele Leute, mit denen ich rede ... reden zum Beispiel darüber, dass der Vater sie nicht richtig umarmen kann.

00:22:25: Sondern das ist immer so ein ... auch Männer-Umarmung?

00:22:28: Ich weiß nicht, die machen mich mal so ein bisschen beklommen wenn ich ... Also nicht alle aber viele.

00:22:32: Wenn ihr dann so ... es ist so einen Gewaltakt!

00:22:34: Seht bestimmt richtig schlimm aus, wenn ich mir das gleich angucke später.

00:22:37: Wie ich das gerade gemacht habe, schrecklich, aber egal.

00:22:41: Und das finde ich spannend.

00:22:42: auch wiederum... Dass es in den Texten ist, aber dass daraus nichts gemacht wird genauso wie du auch vorhin ja über ... Also da gibt es diese Möglichkeit in den Text, aber durch die Exegese, die so stark patriarchal geprägt ist wird das einfach zur Seite gekehrt.

00:22:59: Es gibt auch im Zweiten Testament Geschichten über Väter, die für ihre Kinder... bei Jesus anklopfen, also im doppelten Sinne oder... Also für Nachfragen um Heilung bitten.

00:23:12: Das finde ich auch für mich einen Aspekt von Kehrarbeit.

00:23:16: Also sich auf den Weg machen und sich dafür einzusetzen dass das Kind wieder gesund wird.

00:23:21: Das liegt häufig immer noch bei der Mutter einfach dadurch da sie Anwesender ist, Arztbesuche und Termine einzuhalten

00:23:27: usw.,

00:23:28: aber sich loszugehen alle Möglichkeiten zu suchen.

00:23:31: und dann war Jesus für einige die letzte Möglichkeit.

00:23:34: fragen, mein Kind ist krank.

00:23:36: Das braucht Heilung, kannst du heilen?

00:23:39: Find ich

00:23:39: wichtig.".

00:23:40: Man liest zum Beispiel aber auch das Paulo selber sich als Vater empfunden hat und beschrieben hat für die Gemeinden.

00:23:47: Und das finde ich auch noch mal eine interessante Beschreibung und vor allem welche Aspekte da aufgemacht werden.

00:23:54: Und ich kann das ein bisschen verstehen, und zwar jetzt auf einer sehr persönlichen Ebene, denn... Ich hab manchmal auch so mütterliche Gefühle gegen immer meiner Gemeinde!

00:24:02: Also wenn ich nicht da bin und ich weiß, da ist jetzt ein großes Konzert und ich kann nicht dabei sein oder ich bin nicht dabei, dann denke ich mir, oh hoffentlich geht alles gut.

00:24:10: und hat der daran gedacht?

00:24:12: Dann rufe ich nochmal an und frag, aber ihr dürft nicht... Also it's my thing.

00:24:15: I know, da muss ich auch dran arbeiten.

00:24:16: Aber ich gucke dann immer von meinem Balkon sicher bei dem Kirchturm ob alles gut ist, oder so haben die auch die Kerzen ausgemacht.

00:24:24: Also ich habe richtig so eine... Ja aber irgendwie auch auf einer emotionalen Verbundenheit auch weil mir der Ort wichtig ist und die Menschen.

00:24:32: Und wenn Paulus das so meint kann ich damit anknüpfen.

00:24:36: Wenn er es

00:24:37: in

00:24:38: einem herrschaftlichen patriarchalen Sinne meint, dann kann ich daran nicht anknüpfen.

00:24:43: So empfinde ich mich nicht.

00:24:44: Ich empfande mich nicht dass ich da sitze.

00:24:46: Könnt meine Gemeinde fragen, dass ich da auf

00:24:49: dem

00:24:49: Tisch, auf dem Stuhl sitze und dann halte ich die Audienz.

00:24:53: Man kann zu mir in die Stube kommen und bitten um Erlaubnis oder worum auch immer.

00:25:01: Da bin ich nicht scharf drauf?

00:25:02: Genau!

00:25:03: Und das Witzige oder nicht witzig?

00:25:05: Interessant ist ja, dass es die Verbindung dann in der instituzionalisierten Kirche gegeben hat also dieses väterliche, das patriarchale, dieses herrschaftliche diese Macht ausgedrückt wurde und auch implementiert wurde in das Amt.

00:25:23: In das Fahramt oder in das Priesteramt dass man ja das auch Gläubige häufig zum Priester gesagt haben.

00:25:30: Vater ich bitte um ein Gespräch.

00:25:34: Ich finde es einerseits schön, dass wir uns in der christlichen Tradition als Geschwister bezeichnen.

00:25:40: Also das gibt ja noch mal eine andere Verbundenheit.

00:25:43: Das macht man ja mit.

00:25:44: Ja,

00:25:45: ja.

00:25:45: Ist ein bisschen am...

00:25:46: Die Mischenräume auch so, ja?

00:25:47: Und habe aber hadere ein bisschen damit den Priester Vater zu nennen.

00:25:54: Ich find's interessant, dass Pfarrerinnen nicht Mutter angesprochen werden.

00:25:59: Ich weiß auch nicht wie ich reagieren würde und wie ich das finden würde,

00:26:03: Mutter Teresa ist mir eingefallen, aber das ist wieder was anderes.

00:26:06: Also nicht direkt... Aber

00:26:09: das ist ja eine Frau die keine biologischen Kinder hat und da muss ich sie trotzdem als Mutter ansprechen

00:26:14: damit sie

00:26:16: so kommt es mir manchmal vor.

00:26:17: also ich finde das irgendwie bizarr.

00:26:19: tatsächlich echt weiß nicht wie das

00:26:20: geht.

00:26:20: Damit sie überhaupt einen Wert hat?

00:26:22: Meinst du das?

00:26:22: Ja,

00:26:24: dass man so ein Eventitel ist.

00:26:25: Ich könnte sie auch ganz anders nennen, ich könnte tausend andere Ihren Titel nehmen.

00:26:29: Die Wissenschaft ist auch nicht nur biologisch offensichtlich.

00:26:34: Darum geht es mir nicht, aber ich finde das spannend.

00:26:36: Das ist nochmal wieder dann trotzdem eine Rolle in einer anderen Rolle reingeschaut wird... Sorry, ja.

00:26:41: Ich kann zurückhalten!

00:26:46: Es macht für mich dramatisch aber nicht so super viel Sinn gerade um ehrlich zu sein.

00:26:50: Aber was ich spannend finde, ich weiß nicht ob ich das auch schon vielleicht mal erwähnt hatte.

00:26:54: Ich habe letztendlich diese Graphic-Novell gelesen die Frau als Mensch am Anfang der Geschichte von Uli Lust.

00:27:02: Es gibt zwei Mittlerweile, also das neue ist mittlerweile rausgekommen.

00:27:05: Da bin ich auf das erste gestoßen auch und sie beschreibt halt dass es in vielen Kulturen weil wir über dieses Matriarchat und so geredet haben am Anfang kein Verständnis von Vaterschaft gab Weil man hier nur die Person mit dem Uterus sieht wie sie schwanger wird.

00:27:20: Das heißt dann aber... Also und dann wusste man halt nicht Der Vater war nicht unbedingt alle Völker sich immer in so monogamen Ehe-Konstrukten irgendwie bewegt haben, sondern halt die ganze Sippe, das ganze Familienwald ist der ganze Stamm.

00:27:35: Und dass es da dann aber auch ganz andere Vorstellungen von Vaterschaft gab im Sinne von ... Das es trotzdem sehr fürsorglich war, aber das wurde sich halt um alle Kinder gekümmert.

00:27:46: und was mir auch noch mal eingefallen ist als du vorhin über Josef geredet hast.

00:27:52: Weil das ja heutzutage oft als so großes, das Schrecklichste ist und irgendwie dass ein Vater so Kinder aufziehen soll die biologisch nicht seine sind.

00:28:02: Ja daran musste ich gerade denken aber ich weiß nicht ob es thematisch so richtig gepasst hat?

00:28:06: Das ist egal!

00:28:06: Es passt...

00:28:09: Zum Thema passt doch jeden Fall!

00:28:10: Ich würde gerne noch was an wie Valentis aufmachen und zwar des Vater Unsa das gebetende Christenheit.

00:28:16: du hast vorher in Banger gesagt Es ist auch ein Banger.

00:28:20: Was ist

00:28:20: ein Bänger?

00:28:21: Ja,

00:28:21: guter Song!

00:28:23: Ein gehender Text

00:28:25: in einer der

00:28:26: die

00:28:27: alle kennen ist und aus der feministischen Theologie gibt es berechtigterweise kritische Anfragen zu diesem Gebet.

00:28:36: Ja, denn wir haben schon über die problematischen und kritischen Seiten der Vaterschaft gesprochen ganz am Anfang auch kurz über machtvolle gewaltvolle Dimensionen und Menschen, die ein problematisches schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater haben, Schwierigkeiten Gottvater zu nennen.

00:28:53: Und das muss in einem Machtsensiblen Gottesdienst bedacht werden also dass es die Möglichkeit für Gläubige gibt Gott auch mit anderen Namen anzureden.

00:29:06: Und das macht jetzt etwas auf, du hast es vorhin mit dem Lied schon ganz gut beschrieben und zwar einerseits finde ich sehe vieles an der Tradition was ich schätze und ich persönlich kam sehr gut des Vater Unser Beten Und ich möchte gleichzeitig aber auch die Tür offen lassen für mich selber, aber auch für andere Menschen.

00:29:26: Andere Angebote zu schaffen je nach Kontext, je nach Gottesdienst und so weiter.

00:29:31: bei einer Beerdigung bete ich das Vater unser so ja also häufig weil dass das das einzige ist was die Menschen, wenn das zum Beispiel Kirchenferne-Menschen sind wo sie noch anknüpfen können den jetzt die christliche Bestattung wichtig war oder dem Menschen selber der bestattet wurde.

00:29:47: In einem experimentären Gottesdienst bei unseren queeren Gottesdiensten sprechen wir nicht dass Vater unser sondern da sagen wir zb Gott unser oder Gott die du bist Mutter und Vater oder man kann auch Eltern unser sagen einfach um die Elternschaft Gottes, also auf dieser Ebene zum Beispiel zu beschreiben.

00:30:05: Damit will ich noch mal deutlich machen es gibt viele Möglichkeiten und Ich glaube dass nicht das eine das andere ersetzen soll dann sondern dass immer die Diskussion darüber wichtig ist Dass wir uns in der Offenheit und auch einer Beweglichkeit bewahren Das wir uns auch schätzen wenn wir in bestimmten Traditionen bleiben.

00:30:21: Ja, ich kann das auch verstehen wenn Menschen sagen ich bin damit groß geworden Ich sehe die kritischen Punkte aber ich brauche Es.

00:30:28: für mich liegt da ein Wert drin und das kann ich auch stehen lassen gehört auch zu einer Diskussion dazu und genauso ist es wichtig, dass wir oder jetzt aus einer kirchlichen Perspektive christlichen Perspective beweglich bleiben.

00:30:39: Und ja das macht sensibel betrachten können.

00:30:42: Also gerade dieses Bild mit Gott als Vater haben wir ja als muslimische Menschen nicht.

00:30:49: aber wir haben natürlich auch andere Ansichten überhaupt Väter die auch so im Koran vorkommen.

00:30:59: Wie ist im Koran vorgekommen?

00:31:00: Das finde ich sehr spannend.

00:31:03: Ich hätte eine falsche Antwort gegeben, wenn ich bei Werwit Millionär sitzen würde und es käme jetzt die Frage, wird Allah, wird Gott im Korang als Vater beschrieben?

00:31:14: Würde ich sagen ja.

00:31:16: Okay nein!

00:31:18: Hä

00:31:18: was habe ich

00:31:20: denn zugehört?

00:31:22: Warum fällt mir das erst

00:31:23: auf?

00:31:23: Hä weiß ich nicht.

00:31:26: Bei so

00:31:26: einer Situation kannst du ein Telefon tun.

00:31:31: Ja,

00:31:32: genau!

00:31:33: Direkt als Vater wird er nicht angesprochen, aber Gott der Gott also männlichen...

00:31:41: Grammatikalisches

00:31:42: Geschlecht.

00:31:42: Ja das schon ja.

00:31:43: vielleicht war das irgendwie im Kopf weiß ich nicht.

00:31:47: Vielleicht weil ich das damit verbinde und verknüpfe aus meiner Tradition heraus?

00:31:50: Genau

00:31:50: das kann gut sein.

00:31:52: Aber wir haben natürlich auch Ich finde und da ist jetzt ganz wichtig dass manchmal Kultur und Religion so ineinander geht.

00:31:58: aber eigentlich hat man dann kulturelle Aspekte die aber im Religion gar nicht so vertreten sind.

00:32:05: Ich sehe zum Beispiel in puncto Abraham und der Kurban-Geschichte, der Opferungsgeschichte bei uns – das hatten wir ja auch schon mal in einer Folge – bei uns ist es ja Ismael, der Sohn, der aufgeopfert werden soll.

00:32:17: Und hier ganz spannend!

00:32:18: Abraham geht zu Ismail und fragt ihn was denkst du darüber?

00:32:24: Ich habe ein Gelübnis zu Gott gesprochen und ich soll dich opfern.

00:32:29: Ich wurde daran erinnert.

00:32:30: Was hältst du

00:32:31: davon?".

00:32:32: Und nicht dieses Nacht dem Motto, das wird jetzt so sein.

00:32:36: Ganz ruhig Kübra!

00:32:37: Also

00:32:38: manchmal

00:32:38: vermittelt man... Vater sein auch irgendwie damit, dass er das sagen hat und irgendwie so mit der Faust auf dem Tisch in der Basta ohne irgendwie nachzufragen.

00:32:50: Und wir haben eigentlich hier ein Vatermodell, der nachfragt und überhaupt die Meinung des Kindes einholt.

00:32:59: Gerade auch wenn es um Extremismus geht... Sehen wir auch oft, dass gerade – das ist jetzt natürlich nicht immer so aber häufig – die Männer vor allem dazu neigen extremistischer zu werden, die keine gute Beziehung zu ihren Vätern haben.

00:33:18: Wir hatten ja vorhin so ein bisschen Zuneigung, Liebe vom Väter zu den Kindern gehabt und deswegen ist es glaube ich auch enorm wichtig.

00:33:27: Und das prägt uns glaub ich auch egal ob es jetzt von Mutter oder Vater kommt.

00:33:31: überhaupt die Liebe die wir von unseren Eltern bekommen oder wir als Eltern unsere Kinder geben spielt glaube ich eine enorm wichtige Rolle im Erwachsenen sein des Kindes dann auch weil das einfach uns präagt

00:33:44: Spannend.

00:33:45: Also da habe ich wirklich was Neues gelernt heute, weil ich hätte gesagt ja es bestimmt einer der neunundneinzig namen Gottes!

00:33:51: Da hätte ich gedacht, da kommt's vielleicht weiter vor.

00:33:53: Interessant.

00:33:54: und dann Eltern

00:33:54: sage ich also gar keine Eltern...

00:33:58: Das sind die Eigenschaften hauptsächlich.

00:34:01: Also sowas wie Bamherzigkeit genade?

00:34:04: Bamherzigkeit genau, weil Rachmar das hat mir in der letzten Folge auch von der Gebärmutter heißt auch Rahim

00:34:10: Kann man

00:34:11: da ableiten, aber

00:34:12: so direkt Mutter oder Vater kommt nicht vor?

00:34:14: Interessant.

00:34:15: Denn das Problem jetzt im Christendentum ist, dass dadurch der Begriff Vater am zweiten Testament so prominent, also so häufig vorkommt, also Gott als Vater auch, dass Väter oder Vater sein näher an die Göttlichkeit herangebracht worden ist und daher dann diese Autorität auch begründet wird.

00:34:35: Oder manchmal ja gar nicht bewusst sondern auch so unbewusst.

00:34:38: Also der Vater... in der Familie, der auch der Hüter, Bewahrer, der Religion das Glaubens ist.

00:34:45: Der angefragt wird wie hat was zu laufen und was ist die richtige Auslegung oder Interpretation?

00:34:50: Wie wird die Religion weitergegeben und wie wird sie gelebt und gefeiert?

00:34:53: und so weiß der Vater besser als die Mutter weil sie ist ja nur eine Frau also ich mache es mal den Anfangsstrichen ganz extrem und auch mehr als die Kinder dadurch legitimiert, weil Väter näher am göttlichen sind.

00:35:08: Und das finde ich jetzt aber total spannend!

00:35:10: Dann kann man ja sehr schön dahin gucken und sagen... Wir

00:35:13: haben sogar ein Fester steht Gott wurde nicht geboren oder hat auch nicht gebeert.

00:35:17: also vielleicht kann man das auch in Bezug nehmen so nach dem Motto ist es kein männlich oder auch kein weiblich?

00:35:24: Oh mein Gott!

00:35:25: Das find ich cool!

00:35:27: Weil dass Schöpferische und das Gebären und das Erschaffen das ist im ersten Testament ganz stark

00:35:34: Das ist ja eigentlich näher an einem weiblichen Macht.

00:35:39: Es gibt auch diese ganzen Theorien, dass deswegen das Patriarchat so gewalttätig gegenüber ist, weil man es nur bei Leuten mit Uterus sieht, dass sie halt diese schöpferische Kraft haben sozusagen und dass sie deshalb versucht haben Frauen zu unterdrücken.

00:35:52: Und wisst ihr was ich spannend finde zum Punkt der Abwesenheit der Väter?

00:35:57: Dass da wenn wir Gewalterzählungen an Töchtern haben sind die Väter da.

00:36:05: Aber die Mütter sind abwesend in diesen Geschichten, dass sie kommen dann nicht

00:36:10: vor.

00:36:10: In unseren Texten oder generell gesellschaftlich?

00:36:13: Nein also in unseren Texts.

00:36:16: Mit Dina meinst du vielleicht?

00:36:17: Zum

00:36:18: Beispiel?

00:36:19: Oder Lot und die Töchter... Da sind die Fäter in gar keine Rolle aber in diesem Gewalterzählung dabei kommt vor Aber die Mütter nicht.

00:36:29: Und das finde ich interessant, wenn die Texte mehrheitlich von Männern erzählt und aufgeschrieben worden sind.

00:36:35: Warum auch immer sie da nicht dabei sind.

00:36:36: aber es lässt viel Raum offen für Interpretationen.

00:36:40: Wenn ihr auch Passagen habt, was ihr interessant findet dann könnt ihr sie uns gerne in die Kommentare schreiben.

00:36:46: Ich merke zu Veta hatten wir jetzt doch mehr Assoziationen und Redebedarf als ich am Anfang gedacht hätte.

00:36:54: aber vielleicht kommen wir doch langsam so zum

00:36:56: Schluss.

00:36:57: Ja nur noch an eine kurze komische Sache.

00:37:01: Weil mein Papa hört auf jeden Fall auch den Podcast und ich hab letztes mal ja meine Mama geredet

00:37:07: oder grüßt mal.

00:37:08: Hallo Olli!

00:37:09: Papa, ich hab dich ja auch ganz so lieb.

00:37:11: Auch wenn nicht jetzt nix, hat uns über dich heute in dem Podcast gesagt haben.

00:37:14: Weil das war mir noch wichtig!

00:37:18: Ich habe heute schon ein Vater-Joke.

00:37:20: Das ist natürlich eigentlich zu der Folge sollt, dass es eigentlich auch dazu gehört.

00:37:24: Wir haben hier so eine Flosse gewählt.

00:37:26: man sagt ihr Vater Jokes oder?

00:37:28: Mutter,

00:37:29: ich kenne Mutter-Witze.

00:37:30: Deine Mutter und so was?

00:37:31: Nein, nicht sowas!

00:37:32: Sondern das Väter...

00:37:33: Also Dadjokesmütze.

00:37:35: Sorry, Dadjoke!

00:37:38: Du

00:37:38: bist die Königin der Dadjooks.

00:37:41: Das hört dich aus.

00:37:43: Genau, mein Papa, wenn ich ihm nach dem Taschentuch fragt, dann sagt er immer,

00:37:48: möchtest du

00:37:49: Second Hand?

00:37:50: oder doch lieber nicht?

00:37:51: Ich würde mich in die brauchten

00:37:53: Tasche

00:37:53: tun.

00:37:53: Aber ja, fahrte Jokes gehört irgendwie auch zu Vater.

00:37:57: Genau.

00:37:58: Möchtest du noch was loswerden, was ich jetzt nicht gefragt

00:38:00: habe?

00:38:00: Ja wir könnten vielleicht noch eine Runde machen, wofür danken wir oder was haben wir zum Beispiel unseren Väter mitbekommen.

00:38:05: Wir haben in der letzten Folge

00:38:07: über unsere

00:38:07: Mitte gesprochen und blicken auch auf den Vatertag.

00:38:11: darüber haben wir auch schon mal ne Folge gemacht und da würde ich auf jeden Fall mitgeben dass das dranbleiben und das Interesse an Texten also sich nochmal intensiver damit zu beschäftigen so dass nachdenken über auch über Politik und über Gesellschaft, das habe ich von meinem Vater mitbekommen.

00:38:32: Er ist da auf jeden Fall in meiner Familie derjenige gewesen, der dann Interesse daran hatte, dass verfolgt hat um dem ich zwar glaube ich auch der einzige überhaupt darüber sprechen konnte.

00:38:42: Also es gab wenig Raum in der Schule oder mit anderen Menschen, die mir so begegnet sind Erwachsenen in meinem Leben als Jugendliche und als Kind Und da möchte ich schon sagen das habe ich da von ihm mitbekommen aber auch eine Verantwortungsbewusstsein also sehen andere vielleicht anders.

00:38:58: Aber dass habe ich auf jeden Fall auch mit bekommen hinterher zu sein und so Sachen zu erledigen Und dann bin ich manchmal ein bisschen chaotisch und dafür würde ich auf jemals auch danken.

00:39:11: Ich bin mein Vater unglaublich dankbar dafür, dass er so mich nie versucht hat in irgendwelche Geschlechterrollen reinzudrängen und ich nie irgendwie das kleine Mädchen von ihm spielen musste.

00:39:20: Sondern dass er mir beigebracht hat wie man Sachen repariert und mich einfach überall mitgenommen hat und ich halt machen durfte, wie ich das wollte.

00:39:29: Und auch was ich... Als ich hatte zum Beispiel darüber geredet, dass meine Mutter allein erziehend war, was ich meinem Vater unglaubliche hoch anrechne ist, dass Er halt finanziell immer da war und auch immer eigentlich emotional da, aber halt weiter weg physisch.

00:39:44: Deswegen habe ich eine andere Bindung zu meiner Mutter.

00:39:48: Aber mein Vater hat einen krassen Aufstieg gemacht aus so einem Arbeitermilieu hinzu an Angestellter in der Firma als Informatiker und davon habe ich auf jeden Fall sehr profitiert als Kind und immer noch... Und da würde ich auch sagen, dass ich eine bestimmte Arbeitsethik von ihm gelernt habe.

00:40:10: Die ich aber auch für meine Mutter gelernt hab.

00:40:11: also das sehe ich nicht

00:40:12: so.

00:40:12: Aber unsere Arbeitsethika ist auch wieder ein bisschen problematisch.

00:40:16: Das ist mit Mami und Papi gleich.

00:40:19: Ja und ich bin tatsächlich sehr dankbar, dass Papa mir beigebracht hat, sehr vieles auch mit Humor aufzunehmen.

00:40:26: Daran freuen wir uns auch sehr.

00:40:28: Also sagen und dein Papa auch danke!

00:40:31: Und an einem Tisch mit so unterschiedlichen Menschen mich hinsetzen zu können, mit denen ich vielleicht manchmal auch

00:40:39: gar

00:40:39: nicht da korbin und gar nicht dieselbe Sprache spreche.

00:40:42: Aber trotzdem es schaffe an einem Tisch zu sitzen.

00:40:45: Und aber auch... Manchmal ist das zu viel des Guten glaube ich gewesen diese Emanzipationen.

00:40:50: Ich weiß sogar wie man die Luft von der Heizung rauslässt.

00:40:53: Papa danke

00:40:54: aber

00:40:54: manchmal dünke ich mir!

00:40:55: Ich muss nicht mal alles wissen weil wenn ich's weiß dann mach' ich das immer.

00:40:59: Also nicht immer.

00:41:00: Ich ruf mich

00:41:00: jetzt nicht um die Heizungen irgendwie zu repartieren oder so.

00:41:02: Liebe

00:41:03: dass, dass mir das beigebracht wurde?

00:41:05: Jaaa

00:41:05: Aber

00:41:05: manchmal kann ich mich dann nicht zurücknehmen und dann mache ich immer einfach alles.

00:41:09: Und dann ist es so wie bei dem Tischenbeispiel, dass sich da sagt oh ich kenn mich aus!

00:41:12: Ich hab schon mal bei Bosch gearbeitet, ich weiß wie die Spielmaschinen funktionieren.

00:41:16: Warum?

00:41:18: Das macht das aber auch.

00:41:18: Es

00:41:18: ist doch ein bisschen zu much... Manchmal sollte man nicht einmal alles wissen.

00:41:23: Aber ich bin total dankbar und genau schön, dass es euch gibt.

00:41:27: Danke auch, dass es euch, liebe Zuhörerinnen und Zuschauerinnen gibt.

00:41:32: Und ihr mit dieser Folge bei uns dabei wart!

00:41:35: Wir freuen uns natürlich, wenn ihr beim nächsten Mal dabei seid... ...und wir freuen uns aber über eure Kommentare und über eure Mails und schreibt uns an!

00:41:44: Ich möchte's sagen!

00:41:45: Bitte schön!

00:41:49: Oder an www.dreidreieins-podcast

00:41:57: auf Instagram.

00:41:58: Herr

00:41:58: Vordagen!

00:41:59: Danke

00:42:00: schön,

00:42:00: bis zum nächsten Mal.

00:42:01: Bis zum nächsten mal.

00:42:02: Tschüss.

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